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Sanierung Herrengasse 23, 2020

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Das Gebäude Herrengasse 23 ist der repräsentativste Bau der Gasse und entstand vor 1600 durch Zusammenlegung von mehreren, mittelalterlichen Liegenschaften. Nach verschiedenen, punktuellen Sanierungen in den letzten Jahrzenten wurde die Liegenschaft gesamtheitlich saniert, sämtlich haustechnischen Installationen erneuert sowie eine massvolle Nutzungserhöhung der Liegenschaft erreicht.

Um 1690 wurde das Haus tiefgreifend umgebaut und um einen Teil der Nachbarliegenschaft erweitert. 1730-1740 wurde die Front zu einer eleganten sechsachsigen Fassade mit Betonung der Mittelachse nochmals erneuert und das Dach zu einem regelmässigen Walmdach geändert. Nach dem Kauf der Liegenschaft von David Salomon v. Wattenwyl erhielt sie 1762 einen tiefgreifenden, weitgehend die heutige Form bestimmenden, spätbarocken Umbau.

Nach verschiedenen, punktuellen Sanierungen in den letzten Jahrzenten wurde die Liegenschaft gesamtheitlich saniert, sämtlich haustechnischen Installationen erneuert sowie eine massvolle Nutzungserhöhung der Liegenschaft erreicht. Es wurde eine zusätzliche 1.5-Zimmerwohnung im Erdgeschoss sowie zwei 2.5 Zimmerwohnungen und drei Mansardenzimmer mit Nasszelle anstelle der Künstlerateliers und Estriche eingebaut. Die Küchen und Bäder der herrschaftlichen Geschosswohnungen wurden ersetzt und mit einer zusätzlichen Nasszelle erweitert und dem gehobenen Standard angepasst. Die beiden neuen Balkone im 1. und 2. Obergeschoss in der Süd-Westecke des Gebäudes wurden von der städtischen Denkmalpflege bewilligt und umgesetzt. Energetisch wurde die Gebäudehülle durch den Ersatz sämtlicher Fenster auf der Süd- und Westfassade verbessert. Zudem wurde die neue Decke über dem Mansardengeschoss und der Boden zum Kellergewölbe gedämmt. Nebst der Erdbebenertüchtigung wurden die behördlichen Auflagen an den Brandschutz und die Kanalisationssanierung umgesetzt. Die inneren Oberflächen wurden, gestützt auf die detaillierten Farbuntersuchungen, erneuert. In den drei Grosswohnungen EG – 2.OG wurden in den südseitigen Salons und Alkovenzimmern wieder Handdrucktapeten mit aufwendig rekonstruierten Borden nach Befunden aus dem Erdgeschoss aufgebracht.

Die Stützmauern aus Sandstein der terrassierten, historischen Gartenanlagen wurden umfangreich saniert. Die Spaliere, und die Rasen- und Pflanzflächen wurden nach historischem Vorbild und in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege erneuert.

Bauherr / Auftraggeber:
Burgergemeinde Bern

Adresse:
Herrengasse 23, 3011 Bern

Auftragsart:
Auswahlverfahren mit Präqualifikation, 1. Rang

Termine:
2016 – 2021

Anlagekosten:
CHF 7.5 Mio.

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